Sanierung mit einer zwei-Komponenten-Permanentversiegelung

Je nachdem, wie stark ein Linoleumboden beansprucht wird, desto stärker verschleißt er auch. Es gibt unterschiedliche Techniken, wie er sich wieder aufarbeiten und aufpolieren lässt. Werden von Anfang an die Intervalle der Grundreinigung und der professionellen Unterhaltsreinigung beachtet und eingehalten, dann lässt sich das Linoleum mit seinem ansprechenden Aussehen dauerhaft in seiner Funktion erhalten. Wird das Linoleum in einem Verwaltungsgebäude beispielsweise mit Baustellenschuhen betreten, dann wird es auf diesen Laufflächen stark beansprucht. Lösen sich die Versiegelungen mit der Zeit und lassen das Linoleum fleckig und stumpf aussehen, dann können die Fachleute als erstes den gesamten Untergrund von den Rückständen der Schmutzschichten und alter Pflegeschichten befreien. Anschließend wird der Linoleumfußboden wieder mit einer Permanentversiegelung neu versiegelt. Damit mit dieser Beschichtung auf Wasserbasis wirklich eine perfekte Oberfläche erreicht wird, muss diese sorgfältig aufgebracht werden. Besonders die Feinarbeit in den Ecken erfordert eine besonders präzise Arbeit. Anschließend muss die Versiegelung zwölf Stunden lang trocknen, bevor der Fußboden wieder begehbar ist. Wer den Linoleumboden recht bald nach dem Verlegen korrekt pflegt und den Pflegefilm, welcher durch den Hersteller aufgebracht wurde, nicht mit der Grundreinigung entfernt, hat eine strapazierfähige Basis für einen weiteren Pflegefilmaufbau. So lässt sich bei Bedarf der Pflegefilm einfach trocken sanieren. Die richtige Unterhaltspflege sorgt dafür, dass die Sanierung eine lange Lebensdauer hat.

Trockene Sanierung mit einem Pflegefilm

Ist der Pflegefilm des Linoleums abgenutzt, sieht stumpf oder fleckig aus, dann kann er auch trocken saniert werden. Dabei wird der Pflegefilm mit einer Maschine angeschliffen, die den entstehenden Staub gleich wieder absaugt. Anschließend wird ein neue Pflegefilm aufgebracht. Diese trockene Sanierung ist einer nassen Grundreinigung mit Chemikalien stets zu bevorzugen.

Grundreinigung des Linoleums

Um das Linoleum korrekt zu reinigen, gibt es extra für diesen Bodenbelag konzipierte Grundreiniger. Diese werden in der entsprechend aufgedruckten Konzentration angewendet. Der pH-Wert muss für die Grundreinigung geringer als 9,5 sein, sonst kann es sein dass der Linoleumbelag rauh wird oder Verfärbungen entstehen. Hier muss dann eine sehr aufwendige Sanierung durchgeführt werden. Verfärbungen sind nicht sanierbar ! Der Grundreiniger wirkt eine Weile auf das Linoleum ein – die Zeit dafür ist auf dem Etikett des Reinigers angegeben – und wird anschließend mit einer Maschine bearbeitet. Damit auch die Ecken und Kanten des Fußbodens ebenfalls gereinigt werden, müssen diese bei Bedarf manuell bearbeitet werden. Ein Wassersauger nimmt die entstandene Schmutzflotte auf. Anschließend wird der Belag sehr gründlich mit klarem Wasser gespült und dieses ebenfalls sofort wieder aufgenommen. Sollte der Boden so groß sein, dass ein Teil der Schmutzflotte bereits getrocknet ist, müssen diese Stellen besonders sorgfältig gesäubert werden. Es ist wichtig, dass alle Schmutzreste vollständig vom Fußboden entfernt werden. Linoleum ist ein Fußbodenbelag, der relativ offene Poren hat. Deswegen ist nach dieser Reinigung eine Zeit zum Trocknen von mindestens zwölf Stunden nötig. Bleiben Oberflächen rau, dann lassen sie sich nach dieser Grundreinigung polieren und glätten. Ist der Belag bereits etwas älter, dann kann es sinnvoll sein, nach der Grundreinigung die Poren mit einem Porenfüller zu verschließen und diesen noch einmal extra zu polieren. So werden weniger Aufträge an Polymerdispersion benötigt.

Unterhaltsreinigung des Linoleums

Für die Unterhaltsreinigung des Linoleums sollte das Produkt, welches verwendet wird, auf die Beschichtung des Pflegefilms abgestimmt sein. Dabei dürfen weder Phosphatreiniger, noch Schmierseife verwendet werden. Alle Reiniger, die stark alkalisch reagieren, spalten nämlich das Leinöl im Linoleum auf. Im günstigsten Fall verfärbt es sich nur, aber es kann durch die Reinigung mit Schmierseife auch beschädigt werden. Wie oft der Linoleumbelag gereinigt werden muss, hängt davon ab, wie viel Schmutz und Dreck täglich auf ihn einwirken. Wer eine große Sauberlaufzone einrichten kann, schont den Belag auf diese Weise erheblich. Ein milder Neutralreiniger reicht zur Reinigung dabei oft aus. Haben Absätze deutlich sichtbare Spuren hinterlassen, dann kann mit Hilfe einer Maschine und Polierpads der Pflegefilm nur an den betroffenen Stellen bearbeitet werden. So bleibt die Versiegelung lange erhalten. Für diesen Pflegefilm werden Hartwachse in das Linoleum einpoliert. Ist im Wischwasser ebenfalls ein geringer Wachsanteil vorhanden, dann verbessert das die Haltbarkeit.