Spezielle Zellen in unserer Nase verursachen ein Empfinden, das wir als Geruch bezeichnen. Beim Einatmen entsteht für unsere Nase durch Moleküle also Geruch – Geruch, den die angesprochenen Zellen unserem Gehirn als angenehm weiterleiten oder, wie beispielsweise nachfolgend aufgeführt, als „stinkig“ durchgeben.

  • Zigarettenrauch
  • Modergeruch
  • Brandgeruch
  • Aminosäuregeruch
  • Stickstoff- und Schwefelgeruch
  • Buttersäuregeruch
  • Tiergeruch
  • Küchengeruch
  • Abfallgeruch
  • Schimmelgeruch
  • Sanitärgeruch
  • Tatortgeruch

Angenehme Gerüche fördern unser Wohlbefinden, es kann Anziehungskraft ausüben oder ggf. sogar unsere Leistungskraft steigern. Gestank dagegen löst Übelkeit, Abneigung und Ekel aus. Einige natürlich auftretende Gestankstoffe sind schon in kaum vorstellbarer geringer Konzentration von nur sehr wenigen Stinkstoffmoleküle nicht nur physiologisch negativ wirksam, sondern zudem äußerst gefährlich und absolut giftig. Dadurch können sie zu schwerwiegenden Funktionsstörungen des zentralen Nervensystems bei Mensch und Tier führen. Letztendlich sei damit zur persönlichen Vorsicht ausgesprochen: „Gestank macht krank!“
Daher ist Stinkstoffvernichtung jeglicher Art von größter Notwendigkeit für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mensch und Tier und nicht nur ein lapidares ästhetisches Verlangen!

Nun zu verschiedensten Arten der Geruchsneutralisierung:

1. Biologische Neutralisierung

Stinkende Luft auf biologische Art und Weise zu neutralisieren, gelingt durch Biozide. Diese töten geruchsverursachende Organismen ab und verhindern so deren stinkende Wirkung. Biologische Substanzen haben die Kraft, störende Geruchsstoffe vollständig zu zersetzen, sodass sie über die Nase nicht mehr wahrgenommen werden können. Wissenschaftler haben erforscht, welche Moleküle einzeln oder entsprechend kombiniert, schlechte Gerüche bilden – aber, man höre und staune, die Natur liefert uns passende Moleküle aus ihrer Schöpfung, die unangenehm riechende Moleküle neutralisieren.

Als zweiten, natürlichen Weg der Geruchsneutralisierung sei die „Verdauung von stinkender Luft“ genannt. Geruchsverursachende Organismen werden von Geruchsneutralen als eine Art Nahrung aufgenommen, verdaut und in geruchslose Moleküle verwandelt. Es greift die gleiche Wirkung wie bei einem Biozid und der unangenehme „Duft“ ist weg.

2. Ozonisierung

Via Oxidation funktioniert diese Art der Geruchsneutralisierung und arbeitet unter dem Motto: Zersetzung statt Chemie!
In manchen, sehr hartnäckigen Fällen – und zwar immer dann, wenn sich Mikropartikel äußerst tief in den Werkstoffporen absetzen – ist eine Geruchsneutralisation auf spezielle Art und Weise unumgänglich.
Unsere Methode dazu ist die unübertreffliche Ozonisierung mit besten und sehr effektiven Testergebnissen zur vollständigen Neutralisation. Dabei wird aus dem Sauerstoffgehalt der Luft mithilfe eines Generators Ozon gewonnen. Dieses stärkste, verfügbare Oxidationsmittel spaltet die unangenehmen Geruchsmoleküle auf und neutralisiert sie umgehend. Nach getaner Aufgabe zerfällt das Ozon wegen seiner instabilen Beschaffenheit relativ schnell und hinterlässt somit keine schädlichen Rückstände im Raum und gefährdet so weder unsere Gesundheit noch die Umwelt. So werden unangenehme Gerüche und lästiger Gestank in neutrale Stoffe verwandelt, schlichtweg eliminiert und in einen angenehmen, geruchsfreien Zustand zurückversetzt.

Das gleiche Verfahren, Gerüchen an den Kragen oder besser an die Nase zu gehen, kann mit Singulett-Sauerstoff durchgeführt werden. Dieser besitzt eine fast noch stärkere Oxidationskraft als gewöhnlicher Sauerstoff, die er zur Zersetzung unangenehmer Geruchsmoleküle einsetzt. Diese beiden Verfahren dürfen nur durch geschulte Fachleute eingesetzt werden, denn es kann z.b. bei der Verwendung von Ozon, zu Vergiftungen kommen. Das humantoxikologische Gefährdungspotential ist bei diesen Verfahren nicht zu unterschätzen.

3. Chemische Neutralisation

Gerüche kann man aber auch chemisch neutralisieren, indem sich ein Modifikator (Veränderer) an ein Geruchsmolekül bindet. Das führt einerseits zur Veränderung der physischen Molekülstruktur und andererseits ändern sich dadurch aber auch dessen Eigenschaften: in diesem Fall wird der üble Geruch wortwörtlich gebunden und verschwindet.

Schlecht riechende Luft einzukapseln, zählt zu weiteren Möglichkeiten der chemischen Reinigung, weil die Geruchsmoleküle von einem besonderen, explizit dazu verwendeten Wirkstoff umhüllt werden. Es entsteht eine Art Hürde für die Geruchsmoleküle und dadurch werden sie durch dieses Verfahren umgehend neutralisiert.

Mit Peroxiden arbeitet man mit chemischen Verbindungen, die unstabil sind. Aufgrund dieser Instabilität setzen sie aktiven Sauerstoff frei, der –wie Ozon- Geruchsmoleküle oxidiert und in kleine neutral riechende Bestandteile zerlegt. Fazit: Eine Aktion, die als Reaktion keine Rückstände bildet bzw. hinterlässt und dadurch sehr umweltfreundlich, aber dennoch mega-effektiv abschneidet.
Mit einem Fogger, also einem Sprühgerät, kann man geruchsneutralisierende Substanzen versprühen und feinste Teilchen weiträumig in der Raumluft verteilen. Diese Technik ist bei Brand- oder Modergeruch oder sonstigen unangenehmen Düften unschlagbar, denn sie neutralisieren die Geruchsmoleküle und überlagern nicht einfach – wie parfümierte Duftstoffe – den unerwünschten Geruch. Die für Fogging verwendeten peroxidhaltigen Mittel ist ungiftig, dennoch sollte man aber nur kompetente Fachleute oder Spezialfirmen damit arbeiten lassen.

Unter Ionisierung versteht man die elektrochemische Zersetzung der schlechten bzw. stinkigen Luft. Wie bei einem Blitzschlag wird die Luft ionisiert und die muffeligen Geruchsmoleküle, sprich Mikropartikel, werden gebündelt, sinken zu Boden und haben „ausgestunken“.

Bei der Absorption werden Geruchsmoleküle durch feste Stoffe mit einem Absorber chemisch gebunden und können somit ebenfalls nicht mehr stinken. Es sei angemerkt, dass sich im privaten Gebrauch die umgänglichen Geruchsabsorber als gebräuchlichste Methode bewährt haben.
Dazu zählen in erster Linie chemische Spray-Aerosole, wie z.B. Air Cleaner und Air Sanitizer. Deren Zusammensetzung zerstört die Struktur schlecht riechender Geruchsmoleküle und reinigt dadurch kurzfristig die Luft. Die Reinigung besteht darin, dass unangenehm riechende Moleküle aus der Luft herausgelöst werden und der Mensch somit die vorhin stinkende Luft als „riech-rein“ und angenehm empfindet! Bei Benutzung dieser Sprays sind keine besonderen Warnhinweise zu beachten; allerdings gilt diese Art oftmals nur als Hilfsmittel der Geruchsneutralisierung, denn sobald die Wirkung des Überdeckers nachlässt, tritt der üble Geruch womöglich wieder hervor.

Unübersehbar ist die Geruchsneutralisation eine umfassende Aufgabe, die nur dann nachhaltig von Erfolg gekrönt sein kann, wenn im Vorfeld die Quelle eindeutig gefunden und beseitigt werden konnte. Denn erst im Anschluss daran kann der verbleibende Geruch mit einer passenden, der oben genannten Methoden bekämpft und zerstört, ja neutralisiert werden.