Man wird schnell feststellen, dass es sehr unterschiedliche Gebäudereinigungsunternehmen gibt, sodass die Auswahl der Kunden recht groß ist. Gerade deshalb sollte man sich nach einem Meisterbrief erkundigen.

Was ein Meister können muss

Um seinen Meister machen zu können, muss man zuerst Geselle gewesen sein. Das ist mit einer langjährigen Berufserfahrung verbunden. Erst danach folgt der Meisterlehrgang, durch welchen man sich das fundierte und vertiefende Wissen aneignet. Dieses schließt nicht nur den richtigen Umgang mit Reinigungsmitteln ein, sondern auch ein Grundwissen über die zu reinigenden Materialien. Natürlich wird einem auch viel über ökologisch unbedenkliche Mittel beigebracht, genau so wie grundlegende Kenntnisse zu Gesetzen und Vorschriften, die während der Arbeit einzuhalten sind.

Die Reinigung von Arztpraxen

Gerade, wenn es darum geht, eine Arztpraxis zu reinigen, sollte man sich nicht nach den günstigsten Angeboten umsehen. Hier kommt es nämlich auf höchste Gründlichkeit an, die nur ein Meisterbetrieb adäquat bieten kann. Durch ein vernünftig gelerntes Handwerk kommt es stets zu besseren Ergebnissen, mit denen der Auftraggeber garantiert zufrieden sein kann. Zudem kann der Meister sein Wissen und alle Erfahrungen an die Mitarbeiter weitergeben und zusätzlich durch seine eigene erbrachte Leistung überzeugen.

Pflege einer Arztpraxis

Wie sich jeder denken kann, sind Arztpraxen sehr häufig einer großen Belastung durch Krankheitserreger ausgesetzt. Damit die Patienten und angestellten Ärzte nicht gefährdet werden, muss regelmäßig eine kompetente Reinigung durchgeführt werden. Gerade in gefährdeten Zeiten wie der Grippesaison ist eine tägliche Pflege aller Räumlichkeiten vonnöten. Man hat auch keine andere Wahl, wenn jeder im Wartezimmer hustet und sich schnäuzt. Sollte man dann noch nicht krank sein, wird man es nach den Besuch garantiert. Um die Patienten nicht unnötig zu ängstigen, kann durch eine angemessene Pflege dagegen gewirkt werden. Leider ist es nicht ausreichend, die Keime nur einmal zu entfernen. Dieser Prozess muss jeden Tag aufs Neue geschehen, denn Bakterien sind allseits präsent und tauchen immer wieder auf. Aus diesen Gründen ist die Praxisreinigung ein absolut unverzichtbarer Teil der alltäglichen Aufgaben in einer Arztpraxis.

Die Reinigung der Arztpraxis dient nicht nur dem subjektiven Wohlbefinden aller Patienten. Natürlich wirkt eine saubere Praxis auch viel einladender und vertrauenerweckender. Ist eine Praxis ungepflegt, kommt es häufig zu Unbehagen beim Besuch und die Anzahl der Patienten wird sich auf Dauer reduzieren. Niemand möchte sich freiwillig vorstellen, wie es ist, in einer schmutzigen Praxis, auf verunreinigten Bodenbelägen zu stehen und schmutzige Türgriffe anzufassen. Auch staubige Ablageflächen sowie unsaubere medizinische Instrumente sind tabu. Besonders bei der Reinigung der Instrumente muss sehr gründlich vorgegangen werden. Denn saubere Stühle und Böden nützen dem Patienten nichts, wenn er verschmutzte Medizinprodukte vor sich sieht. Durch eine vernünftige Pflege lässt sich die Übertragung von Keimen vermeiden.

Die fachgerechte Reinigung

Damit sich das Praxisteam auf die Kerntätigkeiten konzentrieren kann, ohne dass die fundamentalen Reinigungsarbeiten innerhalb der Praxis vernachlässigt werden, sollte man sich nach einer passenden Dienstleistung erkundigen. Der Markt stellt viele Angebote von Firmen für Gebäudereinigung bereit, die sich im Bereich der Praxisreinigung spezialisiert haben. Das heißt nichts weiter, als dass die Angestellten fachmännisch vorgehen können und über das nötige Wissen zum Reinigen einer Arztpraxis verfügen. Die Fachkräfte sind überaus spezialisiert und in der Lage, viele anspruchsvolle Aufgaben zu erfüllen. Um für den Reinigungsprozess geeignet zu sein, muss man über umfassendes Wissen verfügen und sich das Können aneignen. Dafür durchläuft man im Normalfall einen langen Lernprozess. Die Kosten für eine ausführliche Praxisreinigung darf man nicht als eine reine Ausgabe sehen, sondern eher als Investition. Denn damit hilft man nicht nur den Patienten, auch die Angestellten werden sich wesentlich wohler fühlen.

Die Aufgaben der Reinigung

Jeder Patient wünscht sich ein hygienisches und sauberes Umfeld für die Beratung und Behandlung. Dieses erhöht das Vertrauen in die Praxis, kann sogar die Empfehlungen steigern. Weil dieses Vertrauen lang anhalten soll, muss man die Reinigung regelmäßig durchführen. Daher handelt es sich bei der Reinigung vornehmlich um eine Unterhaltsreinigung. Speziell in Arztpraxen muss aber auch auf die hygienische Reinigung Acht gegeben werden, was beispielsweise die Desinfektion von medizinischen Instrumenten anbelangt. Natürlich darf man den Behandlungsstuhl nicht etwa mit demselben Tuch bearbeiten, das man zuvor im Sanitärraum verwendet hat. Das ist der Grund, weshalb man bei der Arztpraxisreinigung meist mit einer Farbcodierung arbeitet. Einzelne Reinigungsgeräte und Reinigungsmittel bekommen eine bestimmte Farbe, die sich für die festgelegten Reinigungsbereiche eignet. Damit stellt man sicher, dass sie ausschließlich in dem dafür vorgesehenen Bereich verwendet werden. So verhindert man auf lange Sicht die Übertragung von Keimen und Schmutz ist den einzelnen Bereichen.

Das Leistungsverzeichnis

Eine regelmäßige Unterhalsreinigung in Arztpraxen schließt beispielsweise folgende Tätigkeiten ein: das Säubern aller Böden, das Entfernen von Schmutz und Staub, das Desinfizieren von Telefonen, Oberflächen und Türklinken, die antiseptische Reinigung von Arzneischränken und Untersuchungsräumen, eine desinfizierende Sanitärreinigung und die Säuberung von Heizkörpern, Türen, Leisten, Steckdosen und Fenstern. Die detaillierten Leistungen sowie die Häufigkeit der einzelnen Reinigungen muss man mit der Reinigungsfirma im klären. Im persönlichen Gespräch kann man exakt definieren, welche Bereiche gereinigt werden müssen. Im Regelfall erfolgt die Reinigung der Arztpraxis außerhalb der Öffnungszeiten, sodass man den Praxisbetrieb nicht zu stören braucht. Eine ergebnissorientierte Reinigung ist in Arztpraxen nicht zu empfehlen, denn die Kontrollmassnahmen sind meist teurer und umfangreicher als eine Reinigung nach einem Standartleistungsverzeichnis.

Vorgesehene Reinigungsmaßnahmen

Als Leiter einer Praxis sollte man genau wissen, welche Verantwortung man damit trägt. Das ist in puncto Hygiene besonders wichtig. Man muss alle Maßnahmen kennen, um sie zum geeigneten Zeitpunkt umsetzen zu können. Dazu zählt natürlich ein fundiertes Wissen über alle technischen Regeln für die biologischen Arbeitsstoffe. Ebenso aber über die Biostoffverordnung und die RKI-Anforderungen. Natürlich ist es auch wichtig, sich mit den für eine Arztpraxis vorgesehenen Putzmitteln und Reinigungstechniken auszukennen. Es gibt viele Schritte, die laut Gesetzt für eine Praxis absolviert werden müssen.

Zunächst einmal muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Als Nächstes sieht das Gesetz einen individuellen Hygieneplan vor, der stets aktuell und gültig ist. Darüber hinaus ist es zwingend erforderlich, das Praxisteam über den jeweiligen Hygieneplan in Kenntnis zu setzen und es darin zu unterweisen. Zwingend erforderlich ist auch ein Verzeichnis aller vorhandenen Medizinprodukte, welche in bestimmte Risikogruppen eingestuft werden müssen. Gesetzlich vorgesehen ist außerdem eine Standardarbeitsanweisung, um gängige Verfahren zur Aufbereitung durchzuführen. Zuletzt muss die Anwendung der Hygieneanforderungen 100-prozentig rückverfolgbar sein.

Da in der Praxis auch unangemeldete Kontrollen durch Behörden stattfinden, sind alle Reinigungs- und Hygienevorschriften durchgehend einzuhalten. Ansonsten ist mit schweren Konsequenzen zu rechnen. Verspürt man Zeitdruck oder kann die täglichen Reinigungsaufgaben selbstständig nicht bewältigen, muss an sich rechtzeitig nach Alternativen umsehen. Hierfür eignen sich professionelle Gebäudereinigungsunternehmen. Da die Umsetzung aller Hygiene-Anforderungen gesetzlich geregelt ist, lohnt es sich umso mehr, sich an erfahrene Angestellte zu wenden. Der Gesetzgeber geht nämlich fest davon aus, dass die Praxen an der erfolgreichen Umsetzung bemüht sind und ordnet unangesagte Kontrollen durch Gesundheitsämter oder Gewerbeaufsichtsämter an. Es gilt also, die bestehenden Schwachstellen zu identifizieren und sie absolut strukturiert zu beheben. Nur dadurch kann man einer Begehung durch das Gewerbeaufsichtsamt oder das Gesundheitsamt standhalten.

Weil die technischen Regeln für die biologischen Arbeitsstoffe überarbeitet wurden, mussten auch die damit verbundenen Hygiene-Anforderungen erneuert werden. Seitdem achtet man in Arztpraxen noch gründlicher auf die Hygiene. Das Ganze soll durch die Kontrollen des Gesundheitsamtes überprüft werden. Weil der Praxisalltag in vielen Einrichtungen sehr stressig ist, entscheiden sich immer mehr dazu, eine Gebäudereinigungsfirma zu engagieren. Bei der Fremdvergabe muss man auf jeden Fall Referenzen anfordern und Leistungsnachweise ( Meisterbrief – Desinfektor etc.) einsehen. Das hat den Vorteil, dass man es mit kompetenten Fachleuten zu tun hat und auf eine saubere Verrichtung der Arbeit setzen kann.

Viele beachten beispielsweise nicht die Unterscheidung der Flächen-, der Instrumenten- und der Händedesinfektionsmittel. Diese dürfen nämlich unter keinen Umständen vermischt werden. Sollte es dennoch unumgänglich sein, bestimmte Desinfektionsmittel umzufüllen, müssen unbedingt einige wichtige Punkte beachtet werden. Der Behälter, in den umgefüllt wird, darf keine andere Flüssigkeit enthalten. Zusätzlich soll man ihn mit heißem Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Pumpen können dazu eingesetzt werden, um den Spülvorgang zu unterstützen.

Wichtig ist, dass der neue Behälter mit denselben Informationen ausgewiesen ist, wie der Alte. Allein aus der Beschriftung muss hervorgehen, welches Desinfektionsmittel darin enthalten und welche Konzentration für die Verwendung vonnöten ist. Ganz anders läuft es mit Hände-Desinfektionsmitteln. Hier existieren verschiedene Gutachten. Das Robert-Koch-Institut teilt beispielsweise Folgendes mit: Waschlotionen dürfen keine pathogenen Keime enthalten. Daher ist die Verwendung einer Einmalflasche zu empfehlen, da das Wiederaufbereiten sowie das Nachfüllen meist mit Kontaminationsrisiken verbunden sind.

Zuletzt gilt es zu klären, ob Sprühdesinfektionsmittel in einer Arztpraxis verwendet werden dürfen. Auch dafür existieren keine eindeutigen Richtlinien. Laut Robert-Koch-Institut gefährdet die Sprühdesinfektion den Durchführenden und kann keine ausreichende Wirkung erzielen. Deshalb sollte man sie ausschließlich auf Bereiche beschränken, die man durch eine Wischdesinfektion nicht erreichen kann. Als Alternative kann man Desinfektionsmittel in Vlies-Tücher tränken und für schwer erreichbare Bereiche einen Sprühschaum verwenden. Darüber hinaus ist es nicht vorgegeben, einen Praxis-Mitarbeiter als Hygienebeauftragten zu bestimmen. Zwar existiert dafür kein Gesetz, doch es kann entscheidend sein, wenn jemand besonders viel Acht auf die Reinigung und Hygiene einer Arztpraxis gibt. Auf diese Weise wird auch die Kommunikation mit einer Reinigungsfirma einfacher. Sobald jemand konkret über alle Vorgänge und verrichteten Tätigkeiten Bescheid weiß, können Aufträge an Gebäudereinigungsunternehmen spontan erteilt werden. Das Wichtigste bleibt, dass man sich vor dem Verrichten der Reinigung über die verwendeten Reinigungsmittel verständigt. Denn gerade für empfindliche Materialien und Oberflächen werden häufiger Spezialreinigungsmittel nötig. Damit es zu keinen Schäden kommt, müssen alle Einzelheiten im Detail besprochen werden.

Vorgehensweisen und Arbeitsabläufe

Die sogenannte Scheuer-Wisch-Desinfektion wendet man beim Desinfizieren von Oberflächen und Arbeitsflächen an, aber auch vom medizinischen Inventar und von Fußböden. Durch das mechanische Reiben an der Oberfläche kann man daran haftende Verunreinigungen und Infektionserreger lösen und gleichzeitig das Desinfektionsmittel aufbringen. Dabei wendet man ein Flächendesinfektionsmittel an, welches man als wässrige Lösung in Eimern ansetzen kann. Für kleinere Flächen eignet sich auch ein alkoholisches Fertigpräparat, das in Form von einer Scheuer-Wisch-Desinfektion angewendet wird. Verwenden sollte man nur Desinfektionsmittel, die in der Desinfektionsmittelliste des VAH enthalten sind. Setzt man eine wässrige Desinfektionslösung an, sollte man auf den 1-Stundenwert für die nötige Konzentration achten. Zwar gibt es in der Liste auch Angaben zu höheren Konzentrationen und entsprechend niedrigeren Einwirkzeiten, doch diese sind im Regelfall nicht nötig. Das bedeutet gleichzeitig, dass man nach dem Auftragen der Desinfektionslösung mit einem Lappen die Fläche oder das Gerät sofort wieder verwenden kann, sobald der Flüssigkeitsfilm getrocknet ist. Sprühdesinfektionen sind nur dann zulässig, wo die Scheuer-Wisch-Desinfektion nicht angewendet werden kann. Verwendet man dafür Fertigpräparate, die auf Alkohol basieren, sollte man ein Präparat wählen, das sich wiederverschließen lässt und ein passendes Spritzloch besitzt.

Routinemäßige Flächendesinfektion

Grundsätzlich ist die Flächendesinfektion überall dort anzuwenden, wo mit Kontaminationen erregerhaltiger oder potenziell infektiöser Mittel zu rechnen ist. Ist bereits eine Kontamination zu erkennen, wie zum Beispiel durch Eiter, Blut oder Schleim, ist eine gezielte Flächendesinfektion durchzuführen. Vorwiegend wird die Flächendesinfektion an patientennahen Flächen angewendet, wie zum Beispiel der Untersuchungsliege oder dem Stuhl. Natürlich nur dann, wenn keine Papierauflage verwendet wird. Des Weiteren sind alle Flächen zu beachten, wo häufiger Hand- und Hautkontakt auftritt sowie Flächen für antiseptische Arbeiten. Dazu zählen unter anderem die Arbeitsflächen für das Zubereiten von Infusionslösungen oder Spritzen. Überall dort, wo Laborarbeiten stattfinden oder medizinische Geräte stehen, beispielsweise das EKG-Gerät, Monitore, Tastaturen, ist ebenfalls gezielt zu desinfizieren. Auch das Waschbecken in dem Behandlungsraum darf nicht vernachlässigt werden, ebenso wenig die Stethoskope, die Blutdruckmanschetten, denn sie sind häufig besonders stark gefährdet, wurden sie von einem Patienten benutzt. Hierfür würde sich ein Desinfektionsmittel auf alkoholischer Basis gut eignen. Zuletzt sind die Fußböden in den Räumen, wo invasive Eingriffe oder Operationen stattfinden, zu berücksichtigen.

Wichtig ist, dass man die exakte Dosierung feststellt. Benutzt man kein Dosiergerät, sind zwingend andere Dosiersysteme zu verwenden, welche einem 100-prozentige Sicherheit bieten. Gebrauchslösungen eins Desinfektionsmittels darf man maximal nur einen Arbeitstag lang verwenden. Weiterhin ist zu beachten, dass eine ausreichende Menge des Mittels auf die jeweilige Fläche aufgetragen wird, wobei immer leichter Druck aufgewendet werden sollte. Sobald die Fläche abgetrocknet ist, kann sie bedenkenlos wieder verwendet werden. Hinterher sind alle Putzeimer sehr gründlich zu reinigen, ebenso wie alle verwendeten Wischbezüge und Tücher maschinell thermisch oder chemothermisch zu desinfizieren und trocken aufzubewahren sind. Desinfektionsmittel müssen in bestimmten Abständen gewechselt werden um eine Resistenz zu vermeiden.

Umgang mit den Desinfektionsmitteln

Die Lösung muss mit Wasser angesetzt werden, das eine Temperatur von ungefähr 20° C aufweist. Der Zusatz von Reinigern ist nur dann erlaubt, wenn es laut der Herstellerangabe zulässig ist. Selbstverständlich sind Schutzhandschuhe zu tragen, es sei denn, es erfolgt eine ausschließliche Verwendung von Handdesinfektionsmitteln.

Bevor man beginnen kann, muss laut der berufsgenossenschaftlichen Vorschriften ein Reinigungs- und Desinfektionsplan erarbeitet werden. In diesem Plan müssen alle tatsächlich eingesetzten Reinigungs- und Desinfektionsmittel unter Angabe der Einwirkzeit und Konzentration aufgeführt werden, zusammen mit der Benennung des Verantwortlichen. Diesen Plan hängt man in der Einrichtung dort aus, wo die Desinfektionsmittel eingesetzt werden. Um den Plan zu erstellen, können häufig verwendete Muster zu Hilfe genommen werden.

Medizinische Geräte

Besonders wichtig in Arztpraxen ist die Aufbereitung von Medizinprodukten. Dazu gehört die Instrumentendesinfektion, die unmittelbar nach dem Gebrauch folgt, um alle Infektionserreger zu eliminieren. Im Regelfall ist davon chirurgisches Instrumentarium betroffen, häufig aber auch Anästhesiematerial und Gerätschaften wie Endoskope. Das Aufbereiten und das Erfüllen der Anforderungen setzt ein konkretes Qualitätsmanagementsystem voraus. Dieses muss auf anerkannten Regeln basieren und mit einer Technik erfolgen, die den aktuellen Stand der Wissenschaft berücksichtigt. Weil mit der Aufbereitung ein besonders hohes Maß an Verantwortung verbunden ist, muss beachtet werden, dass die jeweils zuständige Person seine Aufgabe aufgrund seiner Qualifikation und Position 100-prozentig erfüllen kann. Nach § 4 der Medizinprodukte-Betreiberverordnung müssen die Desinfektion, die Reinigung und Sterilisation der Medizinprodukte mit validierten, geeigneten Verfahren durchgeführt werden, sodass der anschließende Erfolg der Verfahren nachvollziehbar und gewährleistet ist. Zudem darf weder die Gesundheit noch die Sicherheit der Patienten oder Anwender gefährdet werden. Es gibt verschiedene Verfahren, die zum Aufbereiten der Medizinprodukte dienen. Das jeweilige Verfahren ist vorher schriftlich festzulegen, es muss also vermerkt sein, wie häufig und mit welchem Verfahren das jeweilige Produkt aufbereitet werden soll. Aufgrund dessen unterteilt man in verschiedene Risikobewertungen und Einstufungen.

Die Risikogruppen der medizinischen Geräte und Produkte

Zunächst einmal gibt es die unkritischen Medizinprodukte. Diese kommen nur mit gesunder Haut in Berührung. Danach folgen die semikritischen Medizinprodukte, welche mit Schleimhaut und krankhaft veränderter Haut in Kontakt kommen. Zuletzt gibt es die kritischen Medizinprodukte. Diese werden in Verbindung mit Blut, mit Blutprodukten und anderen sterilen Mitteln verwendet. Sie durchdringen meist die Schleimhaut und berühren Organe oder inneres Gewebe, Wunden eingeschlossen. Die kritischen und semikritischen Medizinprodukte kann man weiter in Gruppen aufteilen, bei welchen einerseits keine besonderen Anforderungen vonnöten sind (Gruppe A) und andererseits erhöhte Anforderungen anfallen (Gruppe B). Zusätzlich grenzt man bei kritischen Medizinprodukten solchen ab, die beim Aufbereiten ungewöhnlich hohe Anforderungen verlangen (Gruppe C).

Die Vorgehensweise, um die Medizinprodukte vorzubereiten und zu validieren, ist streng einzuhalten. Zunächst findet die Risikobewertung statt. Hierfür werden meist Schulungen oder Fortbildungen der Person verlangt, die mit der Aufbereitung betraut ist. Man vermutet eine Qualifikation, sofern eine nachgewiesene Ausbildung in passenden Medizinalfachberufen vorliegt. Sollten diese entsprechenden Inhalte während der Ausbildung wenig oder unzureichend vermittelt worden sein, müssen sie durch geeignete Fortbildungsmaßnahmen ergänzt bzw. aktualisiert werden.

Mögliche Reinigungsmittel

Für die Reinigung einer Arztpraxis sollten geeignete Reinigungsmittel verwendet werden. Dazu gehört beispielsweise der oro® Hygienereiniger. Der Vorteil dieses Mittels ist, dass es sich wunderbar mit desinfizierten Flächen verträgt. Es handelt sich dabei um einen Intensiv- und Unterhaltsreiniger, der sich besonders gut für Kunststoffflächen, Stein- und Kunststoffböden sowie Feinsteinzeug-Fliesen eignet. Grundsätzlich verwendet man ihn auf desinfizierten Oberflächen und Böden in jedem medizinischen Bereich. Es kommt zu keinem Zeitpunkt der Anwendung zu einem Verkleben oder Verfärben der jeweiligen Fläche. Des Weiteren ist mit keiner Verminderung der Desinfektionswirkung der zuvor verwendeten Desinfektionsmittel zu rechnen. Durch die überaus gute Reinigungswirkung, die niedrige Anwendungskonzentration sowie die daraus folgende Sparsamkeit im Gebrauch, ist der oro® Hygienereiniger sehr empfehlenswert. Berücksichtigen sollte man lediglich den pH-Wert, welcher in diesem Fall bei 11-12 liegt.

Derselbe Hersteller bietet einen Schonreiniger an, dessen größte Eigenschaft es ist, materialschonend zu arbeiten. Es handelt sich um einen Unterhaltsreiniger für jedes abwaschbare Material, für alle Oberflächen und Bodenbeläge. Darüber hinaus lässt er sich auf alkali-empfindlichen Belägen anwenden, wie zum Beispiel Kautschuk oder Linoleum. Auch hierbei kommt es zu keinen Problemen bei der Anwendung auf desinfizierten Flächen und zu keiner Verminderung der Wirkung der zuvor aufgetragenen Mittel. Alternativ dazu kann in einigen Fällen auch der Universalreiniger verwendet werden. Dieser ist neutral und lässt sich nahezu für alle Zwecke einsetzen, sogar für den Lebensmittelbereich. Er weist eine sehr kraftvolle Reinigungswirkung auf und benötigt nur niedrige Anwendungskonzentrationen. Des Weiteren ist der Universalreiniger frei von Farb- und Parfümstoffen. Der zugehörige pH-Wert liegt bei 6-7.

Ein weiterer Hersteller, der im medizinischen Bereich oft Anwendung findet, ist Bode, mit dem Produkt Hexaquart plus. Dieser stellt aldehydfreie Desinfektionen und Reinigungen für Medizinprodukte und Flächen her. Mit dem entsprechenden Mittel können Oberflächen gereinigt und desinfiziert werden. Folglich eignet es sich für jede abwaschbare Oberfläche in einem Krankenhaus oder in einer Arztpraxis. Durch die überaus niedrigen Anwendungskonzentrationen kommt es zu einem sehr wirtschaftlichen Einsatz des Produktes. Zudem verfügt es über ein gutes Schmutzlösevermögen, sodass eine nachfolgende Reinigung meist überflüssig wird. Die Gebrauchslösung setzt mit ca. 25°C warmen Wasser an. Durch die reinigungsaktive Wirkung entfällt der Zusatz von weiteren Reinigern. Die Dosierung lässt sich beispielsweise mit Messbechern oder Dosierpumpen vornehmen, aber auch durch dezentrale Zumischgeräte.

Überall dort, wo es auf Hygienepläne ankommt und Hygienemanagement eine wichtige Rolle spielt, müssen die Verantwortlichen auf Wischdesinfektionskonzentrate zurückgreifen. Diese gibt es in konzentrierter Version in Kanistern und Flaschen von 1 bis 5 Litern zu kaufen. Zu beachten ist, dass die jeweiligen Desinfektionsreiniger dem Medizinprodukte Gesetz entsprechen und sogar empfindliche Flächen, wie zum Beispiel Plexiglas, Acrylglas und Stuhlbezüge, komplett keimfrei hinterlassen. Deshalb müssen die Wischdesinfektionskonzentrate von zuverlässigen und geprüften Herstellern stammen. Nur so ist die Garantie gegeben, dass alle Anforderungen für Hygiene gemäß RKI erfüllt sind. Prüfen lässt sich das Ganze, indem man das Desinfektionsmittel auf der DGHM Liste aufsucht.

Man kann sich für verschiedene Wischdesinfektionsmittel entscheiden. Ein Konzentrat, das universell einsetzbar ist, bietet einem viele Vorteile. Meltsept von Braun arbeitet beispielsweise auf Basis von hochwertigen Aldehyden und eignet sich daher für das Desinfizieren von Flächen und empfindlichen Materialien. Es ist darüber hinaus möglich, es im Lebensmittelbereich einzusetzen, das es mit Sicherheit alle Bakterien, Keime und Pilze abtötet. Schon sehr geringe Anwendungskonzentrationen machen das Mittel sehr ergiebig. Zusätzlich wurden den Wischdesinfektionsmitteln schmutzlösende Substanzen beigefügt, sodass sich eine anschließende Reinigung erübrigt.

Das Vorgehen bei Desinfektion, Trocknung und Spülung

Bevor der eigentliche Reinigungsprozess beginnen kann, muss eine sachgerechte Aufbereitung erfolgen. Diese beginnt mit einem Vorbereitungsprozess, zu dem das Vorbehandeln, das Sammeln und Vorreinigen sowie das Zerlegen und der Transport gehören. Im nächsten Schritt folgt die Reinigung, Desinfektion, die Spülung und die Trocknung. Danach müssen die Oberflächen auf Unversehrtheit geprüft werden, sollte ein Schaden vorhanden sein, ist eine entsprechende Kennzeichnung zu tätigen. Erst, wenn alle Schritte sorgfältig erfüllt wurden, dürfen die Geräte wieder verpackt, sterilisiert und freigegeben werden.

Beim Aufbereiten muss zwischen maschinellen und manuellen Verfahren unterschieden werden, wobei die maschinellen Verfahren besonders gut in der Standardisierbarkeit des Arbeitsschutzes funktionieren. Für die Risikogruppe B der Medizinprodukte ist auf jeden Fall eine maschinelle thermische Desinfektion und Reinigen vorgesehen. Die manuellen Reinigungsverfahren haben immer nach dokumentierten und standardisierten Arbeitsanweisungen abzulaufen. Nur so kann mit Wirksamkeit garantiert werden, dass das Medizinprodukt mit bekannten Verfahren und abgestimmten Mitteln gereinigt wurde. Im Allgemeinen muss ein Instrument nach dem Gebrauch trockengelegt werden, was bis zu 6 Stunden andauern kann. Um eine Antrocknung zu vermeiden, ist es möglich, die Instrumente in eine dafür vorgesehene Reinigungslösung einzulegen. Bei groben Verunreinigungen, wie zum Beispiel Blutresten, ist diese sofort zu beheben.

Die chemische Eintauchmethode

Für die manuelle Reinigung und Desinfektion wird die sogenannte chemische Eintauchmethode verwendet. Diese setzt voraus, dass spezielle Desinfektionswannen mit einem Siebeinsatz und einem Deckel vorhanden sind. Das Instrumentarium wird vollständig in die richtig dosierte Desinfektionslösung eingelegt. Dabei ist die Einwirkzeit unbedingt einzuhalten. Normalerweise müssen Desinfektionslösungen täglich gewechselt werden, wobei diese Richtlinie von Hersteller zu Hersteller variieren kann.

Sobald die Einwirkzeit beendet, können die Instrumente aus der Instrumentenwanne entnommen und gründlich abgespült werden. Das muss möglichst mit vollentsaltztem Wasser geschehen. Eine zusätzliche Reinigung mit einer weichen Bürste ist empfehlenswert. Das Instrument kann anschließend mit Druckluft abgetrocknet und auf Sauberkeit sowie Beschädigungen geprüft werden. Im letzten Schritt erfolgt das kontrollierte Aufbringen des Spezialöls auf die Gelenke, Gewinde, Schlüsse und Gleitflächen.

Die Ultraschall Reinigung

Eine besondere Art der Desinfektion ist die Ultraschall-Reinigung. Diese ist nur möglich, sofern in der Arztpraxis ein entsprechendes Ultraschallbecken eingesetzt wird. Hierfür erstellt man zunächst eine detaillierte Arbeitsanweisung, und zwar unter Berücksichtigung aller Betriebsanweisungen. Diese muss letztlich implizieren, welche Instrumente in dem Ultraschallbecken zu behandeln sind. Normalerweise dient dieses als mechanische Unterstützung für manuelle Reinigungsprozesse, zum Entfernen von hartnäckigen Verschmutzungen sowie zur Reinigungsunterstützung eines maschinellen Aufbereitungsverfahrens. Zunächst fügt man dem Wasser ein geprüftes, kombiniertes Desinfektions- und Reinigungsmittel hinzu und stellt die Temperatur, die Konzentration sowie die Beschallungszeit laut den Herstellerangaben sicher. Wichtig ist, dass das Ultraschallbad täglich gewechselt wird und keine sichtbaren Verschmutzungen auftreten. Falls Gelenkinstrumente, wie zum Beispiel Scheren gereinigt werden müssen, sollten diese in geöffnetem Zustand ins Becken eingelegt werden. Als Letztes erfolgen die Spülung und die Desinfektion.

Reinigung der medizinischen Geräte

Das Nakosesystem: Zunächst muss das Narkosesystem einer gründlichen Reinigung unterzogen werden. Ist das Narkoseschlauchsystem nicht im Besitz eines Einmalbakterienfilters und kann damit nicht vor Kontamination geschützt werden, so muss es nach jeder Anwendung an einem Patienten desinfiziert werden. Werden Bakterienfilter eingesetzt, so reicht es, das Narkoseschlauchsystem am Ende eines jeden Arbeitstages aufzubereiten und zu reinigen. Es ist nicht erforderlich, das Geräteinnere routinemäßig zu desinfizieren oder zu sterilisieren.

Ultraschallgeräte: Ähnlich muss beim Aufbereiten von Ultraschallgeräten vorgegangen werden. Diese erfolgt mit dem für die Praxis gängigen Flächendesinfektionsmittel gegen Ende jedes Arbeitstages, natürlich nur, wenn das Gerät auch verwendet wurde. Bei der empfindlichen Kunststoffoberfläche muss man sehr behutsam vorgehen und verwendet dafür am besten ein vom Hersteller empfohlenes Reinigungsmittel.

EKG-EEG Geräte: Belastungs-EKG, EKG-Geräte und Fahrradergometer müssen ebenfalls gereinigt werden. Hier kommt es insbesondere darauf an, die Oberfläche aufzubereiten, vor allem aber alle patientennahen Flächen, zu welchen Lenkergriffe und Sattel gehören. Die empfindlichen Elektroden dürfen nicht ausgelassen werden. Diese kann man mit einem empfohlenen Desinfektionsmittel behandeln. Meist kommen hierfür alkoholische Präparate zum Einsatz.

Endoskope: Für die Behandlung von flexiblen Endoskopen gibt es konkrete Arbeitsanweisungen, welche die RKI-Empfehlungen vollständig erfüllen. Wichtig zu beachten ist, dass man bei einer maschinellen Aufbereitung eine manuelle Reinigung im Voraus vornehmen muss. Dabei kann es sich beispielsweise ums Bürsten der Kanäle handeln. Nicht vergessen darf man die Desinfektion der Optikspülflasche und des Anschlussschlauchs. Noch besser ist es aber, wenn dort eine Sterilisation erfolgt.

Bodenbeläge in Arztpraxen

Es ist nicht nur eine Frage der Hygiene, die Bodenbeläge in einer Arztpraxis regelmäßig zu reinigen. Es ist auch eine Sache der Ästhetik. In einer Arztpraxis kommt es zu einer besonders starken Strapazierung der elastischen und textilen Bodenbeläge. Je mehr Patienten empfangen werden, umso stärker ist die Abnutzung. Diesen Prozess darf man nicht zu lange voranschreiten lassen, weshalb eine regelmäßige Reinigung zur Pflicht wird. Dadurch verbessert man nicht nur das Aussehen des Textilien und Bodenbeläge, sondern verlängert auch deren Lebensdauer. Man hat die Möglichkeit, sich selber um die Reinigung zu kümmern. Entscheidet man sich dafür, so sollte man sich einige Grundbegriffe und Grundtechniken aneignen, sowohl was textile als auch elastische Beläge anbelangt. Alternativ dazu gibt es die Möglichkeit, ein professionelles Gebäudereinigungsunternehmen zu beauftragen. Das hat den großen Vorteil, dass man sich mit der Materie nicht großartig auseinandersetzen muss. Allerdings gilt es hier, auf die Referenzen und Qualifikationen des Unternehmens zu achten. Denn gerade im medizinischen Bereich muss man besonders hohe Maßstäbe für die Reinigung der Bodenflächen legen.

Reinigung der Textilien

Grundsätzlich unterscheidet man beim Pflegen und Reinigen der textilen Bodenbeläge zwischen der Unterhalts-, der Zwischen- und der Grundreinigung. Die Unterhalsreinigung meint das tägliche Entfernen des angesammelten losen Schmutzes, beispielsweise mit einem Staubsauger. Es gibt weiterhin die Möglichkeit, einen Bürstsauger zu verwenden, der den Vorteil hat, dass du dich gleichzeitige Saug- und Bürstwirkung mehr Schmutz entfernt werden kann. Insgesamt gestaltet sich die Reinigung dadurch intensiver und effektiver. Alternativ können Teppichböden vor dem Saugen auch gefegt werden, weil man dadurch ebenfalls eine doppelte Reinigungskraft erreicht. Eine spezielle Form der Reinigung ist die Fleckenentfernung. Diese gehört ebenfalls zur täglich anzuwendenden Unterhalsreinigung. Hierbei muss unbedingt die Regel beachtet werden, dass ein frischer Fleck leicht entfernt werden kann. Deshalb sollte man nicht erst warten, bis dieser angetrocknet ist. Viele Fleckenarten kann man zu Beginn schon mit warmem oder kaltem Wasser entfernen, indem man sie abtupft oder leicht wegreibt. Dabei beginnt man in der Fleckenmitte und entfernt diese mit einem herkömmlichen Teppich-Shampoo. Als besonders praktisch erweisen sich dafür sogenannte Fleckentabellen diverser Hersteller. Diese können einem helfen, den passenden Fleckenentferner zu finden. Des Weiteren gibt es dort eine Menge Tipps, die man sich für die Reinigung holen kann.

Bei der Zwischenreinigung kommt es auf mehr an, als auf die tägliche Pflege. Hierfür ist nämlich ein vorgefertigter Schaum vonnöten, alternative auch ein passendes Reinigungspulver. Im Grunde genommen ist die Zwischenreinigung ein Shampooniervorgang mit einem recht trockenen Schaum. Dieser wird in dem zugehörigen Shampooniergerät erzeugt. Der Sinn der Sache ist, dass der Schaum den Schmutz bindet und vom Gerät wieder aufgesaugt wird. Wichtig ist, dass man während der Trocknungsphase den Belag nicht begeht. Wenn man auf ein besonders schonendes Verfahren setzen möchte, sollte man die Reinigung mit dem Spezialpulver angehen. Dieses lässt sich mit den Spezialgeräten nämlich in den Teppichboden massieren und nach einer adäquaten Schmutzbindung und Trocknung wieder absaugen. Diese Art der Reinigung eignet sich für alle Verlegearten und Bodenbeläge, wo eine Nassreinigung untersagt ist.

Als letzte Reinigungsart ist die Grundreinigung zu nennen. Diese wird angewendet, sobald die Resultate der Zwischen- und Unterhaltsreinigung nicht mehr zufriedenstellen. Mit der Grundreinigung zielt man auf eine optimale Reinigung ab, wobei zwischen verschiedenen Varianten unterschieden wird. Das sogenannte Nassschaumverfahren bedeckt den textilen Belag mit einem Schaum, welcher danach mit rotierenden Bürsten gereinigt werden muss. Eine andere Möglichkeit stellt das Sprüh-Extraktions-Verfahren dar. Hierbei sprüht man eine Reinigungsflotte mit hohem Druck auf den Textilbelag und entfernt ihn sofort mit einer Absaugwirkung. Zuletzt gibt es die Kombination aus beiden Verfahren. Dieses ist das optimale Verfahren, um stark verschmutzte Bodenbeläge zu reinigen. Zuerst wird das Nassschaumverfahren eingesetzt und im Anschluss das Sprüh-Extraktions-Verfahren. Sobald der Belag getrocknet ist, muss er mit Bürstsaugern nachbehandelt werden, um mögliche Reinigungsmittelrückstände zu beseitigen.

Man muss auf jeden Fall beachten, dass bei der Grundreinigung mit viel Feuchtigkeit gearbeitet wird. Deshalb eignet sie sich nicht für alle Beläge. Dazu zählen unter anderem Teppichböden mit Jute-Zweitrücken, feuchtigkeitsempfindliche Untergründe und offene Nahtstellen zwischen den Bahnen. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, welches Reinigungsverfahren man wählen soll. Relevant dafür sind die Belagskonstruktion, die Art der Verschmutzung, die Klebestoffart und die Untergrundart. Es empfiehlt sich darüber hinaus, die Grundreinigung von einer Fachfirma für Gebäudereinigung vornehmen zu lassen. Häufig kommen dabei nämlich spezielle Geräte zum Einsatz, die einen großen Vorteil beim Reinigen von textilen Belägen haben. Natürlich muss man sich vorher über die einzelnen Kompetenzen und Qualifikationen der Firma erkundigen, wobei nach Möglichkeit der Leiter einen Meisterbrief haben sollte. Durch solche Zertifikate kann Qualität auch im Voraus garantiert werden. Durch den kontrollierten und erfahrenen Einsatz der Spezialgeräte wird eine komplette Grundreinigung der textilen Beläge umso wahrscheinlicher.

Elastische Bodenbeläge

Weil nicht alle Arztpraxen mit textilen Bodenbelägen ausgestattet sind, sollte man sich auch über andere Reinigungsmethoden informieren. In vielen Fällen müssen Beläge wie PVC, Linoleum oder Kautschuk gereinigt werden. Auch hierbei muss in verschiedene Reinigungsarten unterschieden werden.

Die Unterhalsreinigung ist auf zahlreiche Arten möglich. Das Feuchtwischen stellt sicher, dass der lose Schmutz effektiv entfernt werden kann. Die entsprechenden Feuchtwischer gibt es in diversen Ausführungen. Im Normalfall reicht es, sich kurz über die gegebenen Materialien zu informieren und danach das passende Mittel zu kaufen. Eine andere Möglichkeit ist das Nasswischen. Hierbei wird der Bodenbelag mit einem nassen Mop und Wasser gereinigt. Für gewöhnlich setzt man dem Wasser ein entsprechendes Reinigungsmittel bei und wischt den Boden innerhalb von 2 Arbeitsgängen sauber. Weil diese Art der Reinigung aber sehr intensiv ist, wird ein Doppelfahreimer erforderlich, zusammen mit einer Presse sowie einem Nassmop. Als letzte Möglichkeit bietet sich einem das Cleanern. Dieses Verfahren zielt darauf ab, Flecken und Gehspuren mit dem passenden Reinigungsmittel zu entfernen. Das entsprechende Reinigungsmittel sprüht man mit der Cleaner-Scheibenmaschine maschinell auf und poliert die Stelle hinterher aus.

Bei der Grundreinigung eines elastischen Bodenbelages müssen andere Kriterien beachtet werden. Nach größeren Zeitabständen kommt es zu stärkeren Verschmutzungen oder Pflegemittelrückständen, die mit einer Grundreinigung zu entfernen sind. Verschiedene Hersteller bieten einem dazu Grundreinigungsmittel an. Diese müssen von Ein- oder Dreischeibenmaschinen aufgenommen und hinterher großflächig aufgetragen werden. Sobald dieser Vorgang erledigt ist, muss man eine gewisse Einwirkzeit berücksichtigen, welche man normalerweise dem Reinigungsmittel des jeweiligen Herstellers entnehmen kann. Zum Schluss kann das Ganze mit klarem Wasser abgewischt werden.

Beschichtung

Ist der Bodenbelag abgetrocknet, trägt man ein Pflegemittel in mehreren Schichten auf. Bei den verwendeten Beschichtungen unterscheidet man grundsätzlich zwischen den Dispersionsbeschichtungen und den PU-Beschichtungen. Zunächst aber sollte in der Arztpraxis eine kompetente Unterhaltspflege sichergestellt werden, ebenso wie eine gründliche Fleckenentfernung. Die anderen Reinigungsschritte, welche nicht täglich, sondern periodisch anfallen, können von einer Fachfirma für Gebäudereinigung erledigt werden. Dabei sollte man beachten, nicht zu lange mit dem Auftrag zu warten. Denn nur ein aufwendiger und regelmäßiger Schutz des Bodenbelages leistet einen signifikanten Beitrag zu der Verlängerung dessen Lebens- und Nutzungsdauer.