Reinigung von Putzfassaden

Eine Putzfassade schützt ein Haus nicht nur vor Kälte, Feuchtigkeit und Hitze, sondern sie wertet das Haus optisch auf. Ist die Fassade intakt, so hält sie viele Jahre lang und muss in den ersten Jahren nicht erneuert oder ausgebessert werden. Moderne Putzfassaden werden schon häufig beschichtet, so sind sie vor Feuchtigkeit und vor Schmutz geschützt, sie weisen das Wasser ab. Verschiedene Putzfassaden verfügen über eine Nanobeschichtung oder eine Fassadenfarbe mit Lotuseffekt. Dennoch sind die Fassaden nicht vollständig vor Verschmutzungen, Graffiti, Algen und Moos geschützt. Diese Einflüsse beeinträchtigen nicht nur die Optik der Fassade, sondern sie mindern auch den Wert der Fassade und führen mit der Zeit zu Zerstörungen. Um das zu vermeiden, ist es wichtig, dass die Fassade regelmäßig gereinigt wird. Ein Universalrezept für die Reinigung und Pflege gibt es nicht. Es hängt von der Art und Beschaffenheit der Putzfassade ab, wie sie gereinigt wird.

Regelmäßige Reinigung ist wichtig

Für eine gute Optik der Putzfassade kommt es auf die regelmäßige Reinigung an, damit sich Verschmutzungen gar nicht erst festsetzen und es nicht zu dauerhaften Schäden kommt. Fassaden aus Kalk-Zementputzen haben eine raue Oberfläche und verschmutzen daher leicht. Mit einem Hochdruckreiniger können solche Fassaden regelmäßig gereinigt werden. Ein Hochdruckreiniger arbeitet mit wenig Wasser, ein mildes, umweltfreundliches Reinigungsmittel kann beigefügt werden. Befinden sich Algen oder Pilzsporen auf der Fassade, ist auch ein Dampfreiniger für die regelmäßige Reinigung gut geeignet. Er verbraucht noch weniger Wasser als ein Hochdruckreiniger. Eine Fassade aus Kunstharzputz, besonders dann, wenn sie über ein Wärmedämmverbundsystem verfügt, sollte schonend behandelt werden. Ein Dampfreiniger ist dafür ungeeignet. Bei der Reinigung mit einem Hochdruckreiniger sollte man nur wenig Druck anwenden oder mit großem Abstand arbeiten. Verschmutzungen können auch mit mildem Seifenwasser und einer weichen Bürste entfernt werden. Sind Verschmutzungen durch Algen vorhanden, kann man einen Algenentferner in das Reinigungswasser geben.

Reinigung mit Heißwassergeräten

Vorteilhaft für die Reinigung von Putzfassaden sind Heißwassergeräte. Da das Wasser auf bis zu 80 Grad Celsius erhitzt werden kann, ist eine Verkürzung der Reinigungszeit um ca. 40 Prozent möglich. Die Arbeit mit einer hohen Temperatur ermöglicht den Einsatz von weniger Reinigungsmittel und schont daher die Umwelt. Verschiedene Heißwassergeräte verfügen über eine Dampfstufe. Mit dem Dampfsprühstrahl, der verändert werden kann, lassen sich zerklüftete und druckempfindliche Putzfassaden reinigen. Dank der höheren Wärmezufuhr können auch Verschmutzungen mit hohem Schmelzpunkt beseitigt werden.

Reinigung der Putzfassade selbst ausführen

Hausbesitzer können die Reinigung der Putzfassade selbst ausführen, doch ist das nur bei niedrigen Häusern zu empfehlen. Für die Fassadenreinigung bei höheren Häusern fehlt einfach das erforderliche Gerät, beispielsweise eine lange Leiter, ein Hubwagen oder ein Gerüst. Nicht jeder hat diese Ausrüstung, auch ist nicht jeder schwindelfrei. Sinnvoller kann die Fassadenreinigung durch den Fachmann sein, vor allem bei sehr starken Verschmutzungen und bei bereits vorhandenen Beschädigungen. Der Fachmann hat für jede Art von Putzfassade das richtige Reinigungsmittel. Nachdem er die Reinigung vorgenommen hat, wird er die Fassade je nach Bedarf beschichten oder imprägnieren damit sie wieder über längere Zeit vor erneuten Verschmutzungen geschützt ist.

Professionelle Reinigung von Putzfassaden

Der Fachmann führt vor der eigentlichen Reinigung der Putzfassade Vorversuche durch, dies geschieht an einer unauffälligen Stelle. So kann die Reaktion des Werkstoffs bei

  • unterschiedlichem Druck
  • verschiedenen Reinigungsmitteln
  • verschiedenen Temperaturen

getestet werden. Damit die Putzfassade nicht geschädigt wird, darf der angewendete Aufpralldruck nicht zu hoch sein. Werden Reinigungsmittel verwendet, erfolgt die Reinigung abschnittsweise von unten nach oben. Durch diese Vorgehensweise wird ein einfressen oder ein unregelmässiges einwirken der angewendeten Chemie verhindert.  Stark saugende Untergründe müssen vorgenässt werden, damit das Reinigungsmittel nicht zu stark in die Kapillaren eindringt und es nicht zu Aussalzungen oder Auswaschungen kommt. Die Fassadenreinigung sollte niemals bei Außentemperaturen von weniger als 5 Grad Celsius erfolgen. Wichtig ist auch die Beachtung der Vorschriften von Stadt oder Gemeinde für die Einleitung und Entsorgung des Schmutzwassers. Das Schmutzwasser darf nicht ins Erdreich gelangen, es sollte mindestens in die Schmutzwasserkanalisation eingeleitet werden. Zumeist wird das Schmutzwasser über ein Wannensystem aufgefangen, gefiltert und dann entsorgt.