Kreidungen oder Auskreidungen entfernen

Kreidungen oder Auskreidungen treten an Oberflächen auf, die mit Lack beschichtet sind. Sie entstehen durch die Einwirkung von UV-Strahlen, Licht oder Witterungseinflüsse, wenn die organischen Bindemittel zerstört werden. Pigment- und Füllstoffpartikel werden freigelegt. Es handelt sich bei den Kreidungen nicht um den Abbau von Farbmitteln in der Lackschicht. Kreidungen können auf den verschiedensten lackierten Oberflächen, an lackierten Metallfassaden oder auf Gummibelägen entstehen. Typische Beispiele für Kreidungen zeigen Autos und Boote. Die Auskreidungen beeinträchtigen die Optik der betroffenen Oberflächen erheblich. Die Flächen glänzen nicht mehr, sie wirken weißlich.

Wirksam gegen Kreidungen vorgehen

Will man Kreidungen wirksam verhindern, sollte man die Flächen regelmäßig gründlich reinigen. So kann man die Auswirkungen von Witterungseinflüssen verringern. Flecken von Wasser oder Vogelkot, die zu Auskreidungen führen, können beseitigt werden. Man kann die regelmäßige Reinigung einfach mit warmem Wasser und einem pH-neutralen Reinigungsmittel vornehmen. Anschließend ist es wichtig, die Reinigungslösung mit klarem, lauwarmem Wasser abzuspülen.

Bei Autos, Booten und anderen kleineren Flächen kann man mit einem weichen Tuch nachtrocknen. Boote, die Salzwasser ausgesetzt sind, müssen besonders oft gereinigt werden, da das aggressive Salzwasser zu Auskreidungen führen kann. Für Boote werden spezielle Reinigungs- und Pflegemittel im Handel angeboten, ebenso sind spezielle Reinigungsmittel für Autolack verfügbar. Nach der Reinigung ist eine gute Pflege sinnvoll, man kann Poliermittel, die Wachs enthalten, verwenden. Mit solchen Mitteln schützt man den Lack vor neuen Verunreinigungen und damit verbundenen Auskreidungen. Die Luftverschmutzung kann sichtbare Flecken auf der Lackierung hinterlassen. Für die Entfernung solcher Flecken sind stärkere Reinigungsmittel erforderlich. Diese Reinigungsmittel müssen verdünnt angewendet werden, zuvor sollte man sie an einer unauffälligen Stelle auf Farbechtheit prüfen. Scheuermittel, scheuernde Polituren sowie Produkte, in denen Keton oder Ester enthalten ist, dürfen nicht benutzt werden, da sie zu schweren Schäden auf dem Lack führen können. Ein Auto muss man nicht selbst waschen, man kann durch die Waschanlage fahren. Wichtig ist die Wahl des richtigen Waschprogramms. Verschiedene Waschprogramme werden speziell für die Wintermonate angeboten, in einigen Waschprogrammen ist die Behandlung mit Heißwachs enthalten, um den Lack zu schützen. Die Autowäsche in der Waschanlage ist sehr sinnvoll, denn sofort wird die Feuchtigkeit durch gründliches Trocknen entfernt. Rückstände von Feuchtigkeit und Wachs kann man selbst noch mit einem weichen Tuch nachpolieren.

Wie man Auskreidungen beseitigt

Hat der Lack bereits Auskreidungen erlitten, kann man eine Polierpaste, beispielsweise Schlämmkreide, verwenden, um die Schäden zu sanieren. Anschließend ist eine Konservierung mit Lackpflegemittel erforderlich. Der Handel bietet spezielle Wachse für die Sanierung an. Man kann damit nicht nur Auskreidungen, sondern auch

  • Rostspuren
  • Kratzer
  • Abgasflecken
  • andere Verschmutzungen

beseitigen. Diese Produkte verleihen den Oberflächen einen strahlenden Glanz und schützen zusätzlich vor der Einwirkung von UV-Strahlen. Bei Autos und Booten kann man solche Produkte mit der Poliermaschine auftragen, um eine gleichmäßige Verteilung zu sichern. Wichtig ist dabei die Arbeit mit sanftem Druck und niedriger Drehzahl. Beginnt das Produkt zu trocknen, wird der Druck noch weiter verringert.

Konservierung als Schutz

Nach der Sanierung von Auskreidungen kommt es auf eine gute Konservierung an, um neue Auskreidungen zu vermeiden. Im Handel sind verschiedene geeignete Konservierungsmittel erhältlich, die man mit einer Poliermaschine gleichmäßig aufbringen kann. Diese Konservierungsmittel schützen den Lack wirksam vor Umwelteinflüssen.